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Dakar 2010 - Sainz wehrt Al-Attiyah-Attacke ab

Der Spanier Carlos Sainz hat auch den letzten Angriff von Nasser Saleh Al-Attiyah abgewehrt und die Rallye Dakar 2010 gewonnen. Mit lediglich 2:12 Minuten Vorsprung auf seinen VW-Markenkollegen aus Katar feierte der zweifache Rallye-Weltmeister in Buenos Aires den ersten Dakar-Sieg seiner Karriere.

Den Tagessieg auf der 206 Wertungskilometer langen Schlussetappe sicherte sich allerdings Al-Attiyah mit seinem deutschen Beifahrer Timo Gottschalk. Für den 39-Jährigen, der bis zum letzten Meter um seine Chance auf den Gesamtsieg kämpfte, war es der vierte Etappensieg im Verlauf der Veranstaltung.

Dem 47-jährigen Sainz hingegen reichten zwei Tagesbestzeiten, um bei seiner vierten Teilnahme den ersehnten Gesamtsieg mit dem knappsten Vorsprung aller Zeiten zu erringen. "Ich bin überaus glücklich. Es war eine gigantische, harte Rallye. Ich musste mich bis zum Schluss konzentrieren. Wir hatten keine großen Probleme und ich machte auch keine Fahrfehler, daher habe ich verdient gewonnen", sagte der Madrilene, für den sich am Ort seines letzten Sieges bei einem WM-Lauf ein Traum erfüllte. "Als ich in der Rallye-Weltmeisterschaft aufhörte, hatte ich den Wunsch, auch die Dakar zu gewinnen."

Miller komplettiert VW-Podium

Im dritten Race Touareg machte der US-Amerikaner Mark Miller auf Rang drei das Traum-Ergebnis für das VW-Team perfekt. "Mit dem Dreifachsieg ist Volkswagen etwas Historisches gelungen", kommentierte Volkswagen-Motorsport-Direktor Kris Nissen. Etappenrang fünf reichte dem 47-Jährigen Miller, um seinen Podestplatz gegen Stéphane Peterhansel im besten BMW des hessischen X-Raid-Teams zu verteidigen.

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Der dreifache Gesamtsieger aus Frankreich, der nach der vierten Etappe noch wie der mögliche Gesamtsieger ausgesehen hatte, dann aber wegen eines technischen Defekts 2:14 Stunden einbüßte, beendete die insgesamt 4.649 Wertungskilometer lange Dakar mit 2:17:21 Stunden Rückstand auf Sainz.

Schöner Abschluss für Kahle

Für Fast-Speed-Pilot Matthias Kahle aus Görlitz endete die Dakar 2010 versöhnlich. Zwar verpasste der 40-Jährige mit seinem Beifahrer Thomas Schünemann das Ziel, nach 2009 erneut bestes Buggy-Team in der Gesamtwertung zu werden, doch mit Rang 15 auf der Schlussetappe fuhr der sechsfache deutsche Rallyemeister sein bestes Tagesresultat ein - und verteidigte den 18. Platz in der Gesamtwertung.

Robby Gordon aus den USA schloss die finale Etappe, genau wie die gesamte Dakar, auf dem achten Rang ab. Er hatte mit seinem Hummer durch den Etappensieg auf Etappe vier auf sich aufmerksam gemacht.

Chagin zum Sechsten

In der Klasse der Trucks feierte unterdessen der Russe Wladimir Chagin seinen sechsten Dakar-Gesamtsieg. Der während der Dakar 40 Jahre alt gewordene Kamaz-Pilot entthronte somit seinen Markenkollegen und Landsmann Firdaus Kabirow, der nach dem Sieg 2009 in diesem Jahr mit 1:13 Stunden Rückstand zweiter wurde.

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Den Etappensieg auf der Schlussetappe sicherte sich der bis dato einzige Kamaz-Pilot ohne Etappensieg, Ilgizar Mardeew. Der dritte Russe belegte im Abschlussklassement mit 14:59 Stunden Rückstand Rang fünf - ohne seine fünfstündige Zeitstrafe hätte er das Podium zu einer reinen Kamaz-Angelegenheit machen können.

Dakar 2010 - Despres fährt locker zum Dakar-Sieg

Der Franzose Cyril Despres hat auf der Schlussetappe der Rallye Dakar nichts mehr anbrennen lassen und in Buenos Aires mit seiner KTM den dritten Motorrad-Gesamtsieg gefeiert. Der letzte Etappensieg ging am Ende der 206 Wertungskilometer an Despres' Markenkollegen, den Portugiesen Ruben Faria.

Im Verlauf des 14. Teilstücks zwischen San Rafael und Argentiniens Hauptstadt hatte Despres acht Tage vor seinem 36. Geburtstag bei einem Vorsprung von mehr als einer Stunde kaum noch einen Angriff zu fürchten. Daher riskierte der Franzose nicht mehr alles und trudelte mit 5:05 Minuten Rückstand auf den Tagesschnellsten im Ziel ein.

Trotzdem mussten die Fans des dreifachen Etappensiegers noch einmal um den dritten Gesamterfolg zittern, weil die Zeit des KTM-Piloten an einigen Zwischenzeitmessungen nicht auftauchte - ein Problem mit dem Iritrack-Zeitnahme-System, und nicht wie viele zunächst befürchteten ein zeitspieliger Defekt.

Ullevalseter bleibt Zweiter

Hinter dem überlegenen Gesamtsieger aus Frankreich, den im Verlauf der Dakar einzig Spaniens Titelverteidiger Marc Coma (KTM) gefährden konnte, verteidigte Pal Anders Ullevalseter (KTM / Norwegen) seinen erst am Vortag errungenen zweiten Gesamtplatz gegen Chiles Francisco Lopez Contardo (Aprilia).

Coma rollte als Tagesachter ins Ziel - in der Gesamtwertung blieb der Spanier, der die Dakar 2010 lange spannend gehalten hatte, aber mit Zeitstrafen von insgesamt 6:20 Stunden belegt worden war, auf dem 15. Platz (6:32:46 Stunden hinter Despres).

Auch Meier und Vesely erreichen das Ziel

Für Faria bedeutete der Etappensieg den Sprung in der Gesamtwertung vom zwölften auf den elften Platz. Tina Meier belegte auf ihrer Yamaha mit 32:51 Minuten Rückstand den 61. Rang im Tagesklassement. Die Hamburgerin blieb mit einer insgesamt mehr als doppelt so langen Fahrzeit wie Gesamtsieger Despres auf dem vorletzten Platz. Jan Vesely verbesserte sich in der Endabrechnung nach insgesamt 4.649 Wertungskilometern um zwei Positionen auf Rang 61.

Bei den Quads verteidigte der 29-jährige Argentinier Marcos Patronelli seine Gesamtführung auch auf den letzten 206 Kilometern problemlos vor seinem zwei Jahr älteren Bruder Alejandro. Die beiden absolvierten das letzte Teilstück der Dakar, wie bereits in den vergangenen Tagen, quasi im Formationsflug und fuhren, ohne sich gegenseitig zu attackieren, hintereinander her.

Dakar 2010