design by: get-templates.net
         

Peterhansel bezwingt VW hauchdünn

Nach dem Pech am gestrigen Tag als Stéphane Peterhansel (BMW X Raid) über eine Stunde Zeit und damit die Dakar-Gesamtführung verlor, war der Franzose heute nicht zu stoppen. In 4:23:55 Stunden absolvierte er die 418 Kilometer der Spezialprüfung der sechsten Etappe vor Carlos Sainz am schnellsten.

"Heute war die Etappe noch anspruchsvoller als die Tage zuvor. Gerade in Sachen Navigation konnte man viel Zeit liegen lassen. Wir haben nach wie vor nicht einmal die Hälfte der Dakar hinter uns, deswegen wird auch in den kommenden Tagen das gelten, was ich mir heute zu Herzen genommen habe: Möglichst materialschonend zu fahren und von Tag zu Tag zu denken", resümierte Sainz.

Navigation bereitet Probleme

Peterhansel hatte nach rund 150 Kilometern die Führung von Hummer-Pilot Robert Baldwin aus den USA übernommen und diese bis ins Ziel vor der VW-Armada, angeführt von Sainz, verteidigt. Im Ziel waren es dann allerdings nur noch 47 Sekunden, die der Dakar-Sieger von 2007 vor dem Spanier behaupten konnte. Auf Rang drei und vier folgten Mark Miller und Nasser Al-Attiyah (beide VW) mit einem Rückstand von 8:55 bzw. 11:34 Minuten.

Zakłady na żywo Zakłady na żywo

In der Gesamtwertung liegt der zweifache Weltmeister Sainz 15:24 Minuten vor Nasser Al-Attiyah (Katar) mit seinem Berliner Beifahrer Timo Gottschalk. "Es gab viele Stellen, an denen man Zeit mit der Wegsuche verlieren konnte. Genau das ist uns auch passiert. Ich bin dennoch mit dem Tagesergebnis den Umständen entsprechend zufrieden", analysierte der Katari.

MIit einem Rückstand von 17:47 Minuten folgt VW-Touareg-Pilot Miller auf Rang drei des Gesamtklassements. "Leider haben wir heute gleich zu Beginn Zeit verloren, weil wir nach dem Weg suchen mussten", unterstrich auch Miller die schwere Navigation des sechsten Teilstücks.

Rallye-Aus für Neves

Volkswagen musste auf der sechsten Tagesetappe allerdings auch einen Rückschlag hinnehmen: Das brasilianische Duo Maurício Neves/Clécio Maestrelli schied nach einem Überschlag aus. Fahrer und Beifahrer geht es den Umständen entsprechend gut. Neves wurde zu einer Kontrolle in ein Krankenhaus gebracht.

"Auf sportlicher Ebene lief der Tag gut für uns. Die drei in Führung liegenden Race Touareg sind gut durchgekommen, obwohl es nach ersten Aussagen der Fahrer eine extrem schwierige Etappe gewesen sein muss. Die Navigation war anspruchsvoll, der puderartige Fech-Fech-Sand verlangte den Fahrern alles ab. Morgen gilt es, die mit 600 Kilometern längste Prüfung der Rallye vor dem Ruhetag am Samstag gut zu überstehen", fasste VW Motorsport-Direktor Kris Nissen den Tag für die Wolfsburger zusammen.

LKW: Tschagin gibt sich keine Blöße

In der LKW-Konkurrenz ergab sich am Ende des Tages das gewohnte Bild: Wladimir Tschagin und sein russisches Kamaz-Team entschieden die Etappe in 4:55:22 Stunden für sich, gefolgt von Markenkollege und Landsmann Firdaus Kabirow, der mit einem Rückstand von 12:03 Minuten das Ziel erreichte.

Einen guten Tag erwischte der tschechische LIAZ-Pilot Martin Macik, der als Tages-Fünfter (+1:09:06 Std.) ankam und sich damit auch in der Gesamtwertung auf Position fünf schob.

http://www.zaklady-sportowe.net/bukmacherzy/sts.php sts

Motorrad: Manca nach Unfall in Lebensgefahr

Überschattet wurde der sechste Wertungstag in Chile vom schweren Unfall des Motorradfahrers Luca Manca. Der Italiener stürzte nach wenigen Kilometern in der Nähe der Ortschaft María Elena in der Atacama-Wüste schwer und schlug hart mit dem Kopf auf, berichteten lokale Medien. Der 29-Jährige zog sich lebensgefährliche Kopfverletzungen zu und wurde in das Krankenhaus der Stadt Calama gebracht, wo er künstlich beatmet wurde. Danach ging es weiter in ein Krankenhaus der chilenischen Hauptstadt Santiago de Chile.

Manca schwebt in Lebensgefahr

Der italienische Motorradfahrer Luca Manca hat bei einem Unfall auf der 6. Etappe der Rallye Dakar im Norden Chiles lebensgefährliche Kopfverletzungen erlitten. Er sei in der Nähe der Ortschaft María Elena in der Atacama-Wüste gestürzt und hart mit dem Kopf aufgeschlagen.

Der 29-Jährige wurde in das Krankenhaus der Stadt Calama gebracht, wo er künstlich beatmet wird.

Auch Paulo Goncalves (Portugal) stürzte und musste die Dakar beenden.

Bereits gestern schied der zu Beginn führende Franzose David Casteu auf üble Weise aus. Bei einem schweren Sturz von seiner Sherco zog er sich einen offenen Beinbruch zu. Der Muskel hatte sich vom Knochen getrennt, Casteu drohte sogar zu verbluten. Er war nicht mehr in der Lage, den Notfallknopf an seinem Motorrad zu drücken. Casteus Landsmann David Fretigne rief den Rettungshubschrauber und blieb bei dem Schwerverletzten, bis Casteu versorgt war.

Dakar 2010